Madagaskar: Im Land der Lemuren

Auf Madagaskar laufen die Uhren anders

Bauer auf Madagaskar

Zügiges Vorankommen ist auf Madagaskar nicht ganz einfach. Das liegt sicherlich auch an der fehlenden (touristischen) Infrastruktur. Für Distanzen, die man bei uns in kurzer Zeit schafft, braucht man auf Madagaskar oft den ganzen Tag. Aber das bietet einen ganz besonderen Reiz, denn so erlebt man das Land mit den zahlreichen wechselnden Landschaften viel intensiver, als wenn man zügig hindurchrauschen würde. Wir zeigen euch die besonderen Highlights der Insel, die für Besucher gut erreichbar sind.

Antananarivo

Hauptstadt Antananarivo

Die Hauptstadt Antananarivo – Tana genannt – liegt im Herzen der Insel auf einer Höhe von bis zu 1.435 Metern über dem Meeresspiegel im zentralen Bergland. Wer nach Madagaskar fliegt, landet hier, doch die meisten Touristen zieht es schnell weiter zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten. Dabei hat die Stadt viele geschichtliche, kulturelle und architektonische Highlights zu bieten, wie den alten Königspalast, das Piratenmuseum und als absolutes Muss den Zoma (Freitagsmarkt), auf dem man alle Spezialitäten des Landes kaufen kann.

Ranomafana National Park

Chamäleon im Ranomafana Nationalpark

Der Ranomafana Nationalpark im Südosten Madagaskars ist einer der bekanntesten Parks des Landes. Mit seinen zahlreichen Wasserfällen und Flüssen, die durch die mit Regenwald dicht bewaldete Berglandschaft fließen, ist der Park unglaublich malerisch. Vor allem bekannt aber ist der Park für die goldenen Bambuslemuren, die ausschließlich hier zuhause sind.

Insel St. Marie

Mangroven auf Madagaskar

Vor der Ostküste Madagaskars liegt die kleine Insel St. Marie, die wohl touristischste Gegend Madagaskars. Auf der ehemaligen Pirateninsel erzählen Relikte wie ein Piratenfriedhof und Überreste von Piratenschiffen die Geschichte der Insel. Zahlreiche kleine Buchten mit gelbem Sand laden zum Baden ein, Korallenriffe locken Taucher und Schnorchler. Außerdem bieten sich Wanderungen durch die faszinierenden Mangrovenwälder an.

Königshügel von Ambohimanga

Palast Mahandrihono

12 heilige Hügel gibt es auf Madagaskar. Einer davon ist Ambohimanga – der blaue Hügel, mitten im Hochland der Insel. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war der Königshügel Sitz der Könige von Madagaskar und eine heilige Stadt, die von Außenstehenden nicht besucht werden durfte. Heute steht hier der am besten erhaltene Palast der Insel. Da an dem Ort seit Jahrhunderten nichts verändert wurde, sehen der Palast und die angrenzenden Gebäude noch aus wie vor 200 Jahren. Seit 2001 ist Ambohimanga eine Welterbestätte der UNSECO.

Baobaballee

Die berühmte Baobaballee

Diese Landschaft gehört mit Sicherheit zu einer der bekanntesten Madagaskars, die Reisende aus aller Welt anzieht. Entlang der unbefestigten Straße von Morondava nach Belo sur Tsiribihina steht eine Gruppe gigantischer, ca. 800 Jahre alter Baobabs. Sie sind die letzten Zeugen eines ehemaligen Regenwaldes, der hier zugunsten von Feldern und Äckern gefällt wurde.

Andasibe Nationalpark

Indiri Indiri Lemur

Gigantisch hohe Bäume, Farne, Palmen, Moose und blühende Orchideen – der Andasibe Nationalpark ganz in der Nähe der madagassischen Hauptstadt Antananarivo, bietet eine faszinierende Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Komplett von Regenwald bedeckt, liegt der Park auf einer Höhe von 800 bis 1.250 Metern. Viele der hier lebenden Tierarten gibt es nur auf Madagaskar wie Lemuren oder das Madagaskar-Riesenchamäleon.

Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Im Tsingy-“Wald”

Rasierklingenscharf strecken sich die Kalksteinnadeln, die sogenannten Tsingy bis zu 130 Meter in die Höhe. Entstanden vor 200 Millionen Jahren sind diese bizarren Felsformationen die besondere Attraktion des Tsingy de Bemahara Nationalparks. Unter den Tsingy verlaufen zum Teil riesige Höhlensysteme mit unterirdischen Seen und Flussläufen. Von den Pflanzen, die in dieser kargen Wüste überleben, kommen 86 Prozent ausschließlich auf Madagaskar vor.

Bootsfahrt auf dem Tsiribihina

Mit dem Einbaum über den Tsiribihina

Mit dem Besuch des Tsingy Nationalparks lässt sich wunderbar eine Bootstour auf dem Tsiribihina verbinden. Der Tsiribihina fließt von der zentralen Hochebene des Landes bis hinunter an die Westküste. Am meisten lohnt eine geführte Mehrtagestour, die durch faszinierende und abwechslungsreiche Landschaften führt. Besonderes Highlight ist die Fahrt durch die Tsiribihina-Schluchten, mit ihren schroffen Felsen sowie die faszinierende Tierwelt mit Vögeln, Lemuren und Flughunden.

Nosy Be

Paradiesischer Strand

Vor der Küste Madagaskars liegt die vulkanische Insel Nosy Be. Sie ist der wohl touristischste Ort Madagaskars. Rund um die Insel liegen zauberhafte Sandstrände mit Palmen und klarem türkisfarbenen Wasser, die ideal zum Baden geeignet sind, denn das Wasser ist ruhig und flach. Aber das ganz Besondere der Insel sind ihre zahlreichen Aromen, die immer wieder in der Luft liegen: Zimt, Vanille, Kaffee, Kakao und Pfeffer betören einem fast die Sinne.

Veröffentlicht am: 28 February 2018
Letzte aktualisierung: 28 February 2018
Autor: Charlotte Bodinek
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