Madagaskars faszinierende Tierwelt

Der Ruf des Indris

Indri mit Jungtier

Der Ruf des Indris jagt einem einen regelrechten Schauer über den Rücken, wenn man ihn zum ersten Mal hört. Nicht umsonst werden diese Lemuren auch als „Wale des Waldes“ bezeichnet, denn ihr melancholischer Ruf (der kilometerweit zu hören ist,) erinnert an den Gesang der Wale. Beobachten kann man die größte Lemurenart mit ihren Teddybärohren und den großen Kulleraugen zum Beispiel im Andasibe-Nationalpark .

Buckelwale beobachten

Springender Buckelwal

Zwar gehören Buckelwale nicht zu den endemischen Tierarten Madagaskars, doch die Giganten des Meeres kommen bei ihren Zügen durchs Meer an der afrikanischen Ostküste vorbei. Einer der besten Orte die Tiere zu beobachten ist die zu Madagaskar gehörende Insel Nosy Baraha. Im madagassischen Winter ziehen zahlreiche Buckelwale so nah an der Küste entlang, dass man sie wunderbar beobachten kann. Und das Schöne ist: dieses Tierspektakel kann man genießen, während man gleichzeitig am Strand entspannt …

Der Farbwechsel des Chamäleons

Pantherchamäleon

Es ist ein Phänomen, dass man erst glauben kann, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat: Der Farbwechsel eines Chamäleons. Fast wirkt es wie Magie, denn der Prozess geht so schleichend vonstatten, dass man ihn fast erst bemerkt, wenn das Tier plötzlich in einer ganz anderen Farbe vor einem sitzt. Madagaskar ist die Heimat von 150 Chamäleonarten, wo man sie am besten in den Regenwäldern beobachten kann.

Das Unglückstier

Das nachtaktive Aye-Aye

Die nachtaktiven Fingertiere oder Aye-Ayes gehören zu den Lemuren und sehen mit ihren Kulleraugen und den großen, spitzen Ohren aus wie die Vorlage für die Gremlins. Im Norden Madagaskars gelten sie als Unglücks- oder Todesboten, weshalb sie mancherorts sogar gejagt werden. Wer weniger abergläubisch ist, sollte im Farankaraina Tropical Park an einer der zahlreiche Nachtwanderungen teilnehmen und sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Unglückstier machen, denn die scheuen Aye-Ayes sind wahrlich faszinierende Geschöpfe.

Bunte Igel?

Auffällig: Der gestreifte Tenrek

Auch wenn sie auf den ersten Blick wie Igel erscheinen, gehören Tenreks nicht zu den Igeln, sondern sind eine eigene auf Madagaskar lebende Säugetierfamilie. Ein ganz besonderer Vertreter ist der gestreifte Tenrek mit gelben und schwarzen Stacheln und einem beeindruckenden Irokesen, der über ein faszinierendes Zirpen mit seinen Artgenossen kommuniziert. Wer Glück hat, erhascht einen Blick auf dieses kuriose Tier im Regenwald an der madagassischen Ostküste.

Tier oder Pflanze?

Kaum als Tier zu erkennen: Der Gespenster-Blattschwanzgecko

Auf einem Streifzug durch den madagassischen Dschungel kann es passieren, dass man an etlichen Tieren direkt vorbeigeht, ohne es zu merken. Denn der Gespenster-Blattschwanzgecko hat nicht nur einen Schwanz, der wie ein Blatt geformt ist, sondern kann sich auch farblich wunderbar an das ihn umgebende Laub anpassen und fällt daher nur dem geübten Auge auf. Eine Chance, diese faszinierenden Tiere zu entdecken hat man beispielsweise im Nationalpark Marojejy im Nordosten Madagaskars.

Tanzende Lemuren

Ein Larvensifaka beim “Tanz”

Lemuren gibt es bekanntlich nur auf Madagaskar, doch Lemur ist nicht gleich Lemur, denn es gibt zahlreiche Unterarten. Eine der auffallendsten ist mit Sicherheit der Larvensifaka. Die weißen Lemuren mit schwarzem Gesicht und braunem Schopf haben nämlich eine faszinierende Art sich fortzubewegen: Sie hüpfen seitlich und sehen dadurch aus, als würden sie tanzen. Zu sehen gibt es sie im südwestlichen Madagaskar und es ist ein absoluter Gute-Laune-Garant, die Tiere bei ihren lustigen Tänzen zu beobachten.

Veröffentlicht am: 7 November 2018
Letzte aktualisierung: 7 November 2018
Autor: Charlotte Bodinek
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