Aberglaube – das müssen Reisende wissen

Italien

In Italien gilt 17 als Unglückszahl

Während in Deutschland die 13 die Unglückszahl schlechthin ist, hat in Italien die 17 keinen guten Ruf. Der Grund dafür: die römische Zahl 17 (XVII) ist ein Anagramm für das Lateinische VIXI = ich habe gelebt, was also bedeutet, dass man tot ist … Daher meiden viele Italiener diese Zahl, wo sie nur können. Der 17. eines Monats gilt als ähnlicher Unglücktag wie Freitag der 13. bei uns.

China

Die Chinesen meiden die Vier, wo sie nur können

Auch die Chinesen haben ihr Unglückszahl, hier ist es die Vier. In China ist die Vier so stark mit dem Glauben an Unglück verbunden, dass sie vermieden wird, wo es nur geht: So werden in vielen Gebäuden die Stockwerke übersprungen, die eine vier beinhalten (4, 14, 24 …), ebenso gibt es in Hotels häufig keine Zimmer mit dieser Nummer und auch bei allen anderen Nummerierungen wird die Vier immer wieder gerne umschifft.

Indien

In Indien sollte man niemandem etwas hinterherrufen

Wenn man sich in Indien verabschiedet, sollte man es tunlichst unterlassen, demjenigen, der das Haus verlässt noch etwas zuzurufen, denn das soll Unglück bringen. Wer also noch etwas zu sagen hat, sollte das unbedingt loswerden, bevor das Haus verlassen wird.

Russland

Vor der Reise noch mal innehalten

Gerade für Reisende kann dieser Russische Aberglaube interessant sein: Vor einer Reise ist es üblich, dass man sich für einen Moment auf seinen Koffer setzt und innehält. Dieses Procedere soll Glück für die Reise bringen und sicherstellen, dass man auch gut wieder zuhause ankommt.

Südkorea

Den “Fan Death” fürchten die Südkoreaner

In Südkorea kann es schon mal ziemlich warm werden. Dennoch sind die Südkoreaner im Umgang mit Ventilatoren mehr als zaghaft, denn hier hat man Angst vor dem „Fan Death“, dem Tod durch Ventilator. Die einen glauben, dass sich die Luft schneller verbraucht und man Gefahr läuft, zu ersticken, die anderen sind der Überzeugung, dass die Luft dadurch so sehr heruntergekühlt wird, dass man erfriert. Aber egal, an welches Schreckensszenario geglaubt wird, in einem sind sich alle einig: Niemals bei eingeschaltetem Ventilator einschlafen – oder man wacht nicht wieder auf …

Japan

Kein Körnchen Reis auf dem Teller liegenlassen!

Wer nach Japan reist, sollte wissen, dass es sich nicht schickt, Reis übrig zu lassen. Bleibt auch nur ein Reiskorn auf dem Teller, bringt das Unglück. Ursprung dieser Sitte ist der Glauben, dass in jedem Reiskorn ein Geist lebt. Wer ihn verschmäht, indem er den Reis nicht isst, beleidigt den Geist und mit den Folgen ist nicht zu spaßen …

Baltikum

Im Baltikum besser aufs Pfeifen verzichten

Ein fröhliches Lied zu Pfeifen ist eigentlich Ausdruck von Fröhlichkeit. Wer in den baltischen Staaten (Litauen, Lettland, Estland) unterwegs ist, sollte es allerdings tunlichst vermeiden, in einem Gebäude zu pfeifen. Denn hier herrscht der Aberglauben, dass Pfeifen in einem Haus den Teufel beschwört – und das bringt reichlich Unheil.

Großbritannien

Keine grüne Kleidung auf schottischen Hochzeiten

Die Garderobe für eine Hochzeitsfeier ist ohnehin immer ein schwieriges Thema. Wer allerdings in Schottland zu einer Hochzeit eingeladen ist, der sollte ganz besonders auf seine Kleidung achten – ein Kleidungsstück in Grün sollte man an diesem Tag nämlich unbedingt im Schrank (oder Koffer) lassen. Denn diese Farbe bringt dem frisch vermählten Paar Unglück, so der Glauben.

Rumänien

Das Haus dort verlassen, wo man es betreten hat

Wer in Rumänien unterwegs ist, sollte sich immer gut merken, durch welche Tür er ein Haus betreten hat. Denn hier besagt ein weit verbreiteter Aberglauben, dass es Unglück bringt, wenn man ein Gebäude durch eine andere Tür verlässt als durch die, durch die man es betreten hat.

Portugal

Rückwärtslaufen? Nicht in Portugal

Glücklicherweise ist Rückwärtslaufen nichts, was essentiell ist für einen gelungenen Urlaub – ansonsten hätte man in Portugal schlechte Karten, denn die Portugiesen vermeiden es strikt, rückwärts zu gehen. Grund dafür ist der Glauben, dass Rückwärtslaufen eine Einladung an den Teufel ist, den eigenen Wegen zu folgen. Und wer will schon den Teufel auf den Fersen haben?

Veröffentlicht am: 30 April 2019
Letzte aktualisierung: 30 April 2019
Autor: Charlotte Bodinek
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