Erstaunliche Tischregeln rund um den Globus

China: Bloß nicht aufessen

In China bloß nicht den Teller leer essen

Während wir damit großgeworden sind, dass wir immer artig unseren Teller leeressen sollten, gilt genau das in China als unhöflich, weil es dem Gastgeber zu verstehen gibt, dass er nicht genug zu essen angeboten hat und dass er bei der Portionsgröße geknausert hat. Wer also in China unterwegs ist, sollte beim Essen immer dran denken, einen kleinen Rest auf dem Teller übrigzulassen.

Indien: Nicht bedanken

Danke sagen ist in Indien unüblich

Wer kann schon damit rechnen, dass ein Dank eine Beleidigung ist? Während es bei uns üblich ist, sich auch (oder gerade) für Kleinigkeiten zu bedanken, wird ein Dank in Indien in den meisten Fällen nicht gut aufgenommen. „Vielen Dank“ ist in Indien nur für formale Gelegenheiten angebracht. Wenn man zum Essen eingeladen wurde, bedankt man sich daher besser, indem man den Gastgeber später auch mal zum Essen einlädt, anstatt „Vielen Dank“ zu sagen.

Japan: Bitte schlürfen

Schlürfen erwünscht – Nudeln essen in Japan

Laute Esser kennt jeder. Und jeder versucht möglichst nicht in ihrer Nähe zu sitzen. In Japan ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Denn wer in Japan Nudeln ist, tut das auf eine sehr laute Art und Weise: Hier werden die Nudeln regelrecht aufgeschlürft. Das ist übrigens nicht nur ein Zeichen dafür, dass es einem schmeckt, sondern diese Art des Essens soll auch den Geschmack der Nudeln intensivieren. Also: losschlürfen und genießen!

Ägypten: Nicht nachsalzen

Bitte nicht nachwürzen, in Ägypten

Salz und Pfeffer sind auf unseren Tischen allgegenwärtig und außer in edlen Restaurants wird man nicht schief angeschaut, wenn man sein Essen nachsalzt. In Ägypten sieht das ganz anders aus: Wer hier sein Essen nachsalzt, beleidigt den Koch. Denn der hat immerhin das Essen so abgeschmeckt, dass er es serviert hat. Wer nach Salz oder Pfeffermühle greift, verändert den Geschmack und damit das Gericht und suggeriert dem Koch damit, dass das Essen nicht gut war.

China: Nicht den Fisch umdrehen

Den Fisch umzudrehen bringt in China Unglück

Wer in China einen ganzen Fisch serviert bekommt, der sollte diese Regel kennen: Nie den Fisch umdrehen! Auch wenn man auf diese Weise besser an das Fleisch unter den Gräten drankommt, ist es verpönt den Fisch zu drehen. Diese Tischsitte entstammt einem alten Fischer-Aberglauben, dass das Drehen des Fisches ein Boot zum Kentern bringt. Und egal, wie abergläubisch die Gastgeber tatsächlich sind, strenge Blicke werdet ihr auf jeden Fall ernten, wenn ihr euren Fisch umdreht.

Südkorea: Die ältesten zuerst

Koreanischer Babecue

Bei uns beginnt man in der Regel mit dem Essen, wenn alle was haben. Etwas anders sieht das in Südkorea aus: Hier muss man nicht nur warten, bis alle etwas haben, sondern bis die älteste Person mit dem Essen begonnen hat. Dieser Brauch ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Älteren. Häufig wird sogar gewartet, bis sich die älteste Person hinsetzt, bevor sich alle anderen setzen.

Ungarn: Nicht anstoßen

In Ungarn nicht mit Bier anstoßen!

Wenn man in gemütlicher Runde zusammensitzt, ist es bei uns Brauch, anzustoßen. In Ungarn sollte man damit allerdings vorsichtig sein. Während man mit alkoholischen Getränken wie Sekt oder Wein anstoßen darf, sollte man das beim Bier nämlich tunlichst unterlassen. Der Grund ist historisch: Nach der Ungarischen Revolution stießen die Österreicher bei der Hinrichtung der ungarischen Generäle mit Bier an und feierten ihren Sieg. Seitdem stößt kein Ungar mehr mit Bier an.

Spanien: Sitzenbleiben!

In Spanien bleibt man auch nach dem Essen noch sitzen

Nach dem Essen sollst du ruhn … Dieses Sprichwort ist wohl jedem geläufig. Während wir aber meist ziemlich bald nach dem Essen aufstehen, hält man sich in Spanien doch viel eher an das Sprichwort. Die Spanier genießen nach der Mahlzeit die sogenannte „sobremesa“ und bleiben wenn sie mit dem Essen fertig sind eine Weile am Tisch sitzen, um zu Entspannen und sich zu unterhalten. Und das nicht nur am Wochenende …

Veröffentlicht am: 24 October 2018
Letzte aktualisierung: 24 October 2018
Autor: Charlotte Bodinek
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