Unterwegs mit dem Wohnmobil

Darf ich überhaupt fahren?

Mit welchem Führerschein darf man ein Wohnmobil fahren?

Ob und was für ein Wohnmobil man fahren darf, hängt von dem Führerschein ab, den man hat. Wer noch den alten Führerschein der Klasse 3 hat, darf Wohnmobile bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen fahren. Anders sieht das aus bei Fahrern mit einem Führerschein der Klasse B. Hier gilt lediglich eine Fahrerlaubnis bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen, was schon recht schnell erreicht ist.

Mindestalter

Meist sind Fahrer erst ab 21 Jahren zugelassen

Auch wenn man seinen Führerschein bereits mit 17 Jahren machen kann, verleihen Wohnmobilvermieter ihre Fahrzeuge in vielen Fällen erst an Menschen ab 21 Jahren und mit ausreichender Fahrerfahrung. Wer einmal ein Wohnmobil gefahren ist, versteht, warum Führerscheinneulinge selten ein Fahrzeug mieten können, denn immerhin unterscheidet sich ein Wohnmobil doch noch mal deutlich in Umfang und Fahrverhalten von einem normalen PKW.

Parken

Wohnmobil am Straßenrand abstellen

Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen gelten Wohnmobile in Deutschland nicht mehr als PKW und dürfen daher auch nicht auf Parkplätzen abgestellt werden, die nur für PKW freigegeben sind, das gilt auch für das Parken auf dem Gehweg. Auf allgemeinen Parkplätzen oder am Straßenrand dürfen Wohnmobile allerdings ohne Weiteres parken und das ohne zeitliche Beschränkung.

Nicht Campieren

Parken aber nicht Campieren

Stellt man sein Wohnmobil auf einem öffentlichen Parkplatz oder am Straßenrand ab, darf man seine Campingausstattung im Wagen nutzen. Sich etwas zu Essen kochen oder das Bad zu benutzen beispielsweise ist erlaubt. Nicht erlaubt ist jedoch zu Campieren, das heißt Campingmobiliar wieTisch und Stühle herauszustellen.

Übernachten

Übernachten zum Ausruhen für die Fahrt ist erlaubt

Wo man sein Wohnmobil abstellen kann, um darin zu übernachten, ist von Land zu Land unterschiedlich. In Deutschland gilt, dass man sich in seinem Auto ausruhen und auch schlafen darf, um dann für eine Weiterfahrt fit zu sein – das gilt auch für ein Wohnmobil. Diese Regelung ist jedoch auf eine Nacht bzw. zehn Stunden beschränkt.

Verweilen

Länger bleiben nur an ausgewiesenen Stellen

Wer mit seinem Wohnmobil länger an einem Ort bleiben will, kann das in Deutschland nur auf Campingplätzen oder ausgewiesenen Stellplätzen für Wohnmobile machen. Auch in Südeuropa ist wildes Campieren verboten. In weniger touristischen Gegenden wird es allerdings nicht allzu streng kontrolliert. In Skandinavien gilt das Jedermannsrecht, das es allen erlaubt für einen begrenzten Zeitraum wild zu campieren, solange man nichts zerstört, sich nicht auf Privatgrund oder im Naturschutzgebiet befindet und genug Abstand zu Häusern hält.

Abwasser

Abwasserstation

Egal ob Dusch- oder Spülwasser: das sogenannte „Grauwasser“, das Abwasser aus dem Wohnmobil also, muss über besondere Entsorgungsstationen abgelassen werden. Es einfach in einen Gully, oder schlimmer noch auf die Straße zu entleeren, ist verboten. Das gilt natürlich auch für Fäkaltanks. Entsorgungs- oder Dumping-Stationen sind mit einem eigenen Hinweisschild ausgewiesen. Wichtig ist, sich rechtzeitig (bevor der Abwassertank voll ist!) nach der nächsten Station zu erkundigen.

Beladen

Wohnmobil nicht überladen

Beim Beladen des Wohnmobils gibt es viel zu beachten. Wichtig ist, schwere Teile unten zu lagern, um den Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Ebenso wichtig ist auch, die Ladung ausreichend zu sichern; sei es in verschließbaren Schränken oder mit Seilen. Ebenfalls beachten sollte man, dass der Camper nicht überladen wird, ansonsten drohen bei Kontrollen saftige Geldstrafen.

Veröffentlicht am: 12 June 2018
Letzte aktualisierung: 12 June 2018
Autor: Charlotte Bodinek
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